YouPorn und PornoTube – rote Tücher für die Pornoindustrie

YouPorn und PornoTube ähneln irgendwie ein bisschen YouTube und sind dennoch anders. Das Prinzip der Seiten ist jedoch ähnlich. Wer möchte, setzt etwa bei You Porn ein Video der besonders erotischen Art auf die Seite und ermöglicht es damit anderen Internetnutzern, sich dieses Video anzusehen. Das gesamte Procedere kostet weder den Zuschauer etwas noch denjenigen, der das Video einstellt. Auch bei YouPorn existiert zwar ein kostenpflichtiger Premium-Bereich, aber auch derjenige, der nichts zahlen möchte, kann stunden-, ja tagelang heiße Bilder betrachten.

YouPorn oder PornoTube könnte man durchaus als Neo-Pornografie bezeichnen, als auf das Medium Internet zugeschnittene Plattformen von Usern für User, bei der die Videodarsteller vielleicht ebensoviel Spaß haben wie die Zuschauer. Der Porno hat das Web 2.0 erobert und das Internet hat nach wie vor den Ruf, sich in vielerlei Bereichen einer groß angelegten Kommerzialisierung zu verweigern. Gratispornos auf Web 2.0 – Plattformen sind gute Beispiele dafür. Der Pornoindustrie macht das ganz schön zu schaffen.

YouPorn schuld am Umsatzrückgang der Porno Industrie?

Laut New York Times hat sich die Anzahl der verkauften Porno-DVDs in den USA beispielsweise von 2006 bis 2009 um etwa 50% reduziert. Die wohl nicht ganz ernst gemeinte Forderung des Pornokönigs Larry Flynt an den US-amerikanischen Staat, auch der Pornoindustrie ein fünf Milliarden US-Dollar schweres Rettungspaket zur Verfügung zu stellen, mag deshalb wohl dann doch nicht komplett spaßig gemeint sein, sondern könnte mit Humor eine ernstere Botschaft transportieren. Wir bekommen ein Problem!

Die kostenlose Konkurrenz ist stark geworden. Der Serverdienst Alexa listet etwa YouPorn auf Rang 48 der am häufigsten besuchten Seiten im Internet. Bei der unermesslichen Anzahl von Webseiten im Netz der Netze ist das weitaus mehr als ein Achtungserfolg. Für die Profis wirkt es wie die Bedrohung all dessen, was ihnen bisher Geld eingebracht hat. Den Bettelstab werden die Produktionsstudios für pornografische Filme wohl nach wie vor nicht benötigen: Laut Aussage von Larry Flynt und dem ebenfalls in der Pornoindustrie tätigen Joe Francis macht allein die US-amerikanische Pornoindustrie 13 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr.

Aber wenn Umsätze sinken, ist das auch von hohem Niveau aus nicht wirklich schön. Und Plattformen wie YouPorn gehen längst über das Angebot kostenloser Videos im Internet hinaus: Sie bieten mittlerweile auch Pornografie für mobile Endgeräte an, daneben beispielsweise LiveCams, Zugriff auf einen Sexshop, Adult Dating und Sexblogs. Web 2.0 kann schon eine heiße Sache sein.

Youporn Informationen

Dieser Artikel wurde am 18. April 2009 um 13:11 Uhr von youporn in den Kategorien Allgemein veröffentlicht.

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