Youporn – für immer vorbei?

Die YouPorn– Sperre ist aufgehoben. Länger schon! Genau gesagt, bereits seit 2007. YouPorn wird man zwar noch immer nicht bei Google finden, aber was macht das schon? Man gibt die Adresse einfach in die Adresszeile seines Browsers ein und man ist da, wo diese ganzen kostenlosen sowie heißen und privat ins Videoportal eingestellten Filmchen auf einen warten.

2007 war die Sache für Arcor-Kunden noch anders. Wer über den Internetprovider Arcor ins Netz der Netze ging, wurde 2007 mit einer YouPorn-Sperre konfrontiert. Da ging nichts mehr! Es sei denn, man war kein Laie in Sachen Internet und konnte Sperren umgehen. Bedauerlicherweise war für manch einen Laien, der Arcor nutzte, dann allerdings nicht nur You Porn gesperrt, sondern ungewollt gleich auch eine Reihe anderer Webseiten. Irgendwie sch… ade, so etwas. Also hob Arcor die Sperre auf, um sie bald danach wieder einzuführen, da eine einstweilige Verfügung das Unternehmen dazu zwang. Die wurde von einem Akteur der deutschen Pornoindustrie initiiert und vom Landgericht Frankfurt Main ausgesprochen. Da derselbe Akteur anschließend jedoch vor dem Landgericht Kiel mit einstweiligen Verfügungen gegen andere Internet-Anbieter in Deutschland, die für YouPorn ebenfalls eine Sperre einrichten sollten, scheiterte, hob auch Arcor seine Sperre wieder auf und dieses Mal nicht nur für kurze Zeit.

YouPorn-Sperre

Die Sache YouPorn-Sperre ist also vom Tisch. Wirklich? Ursula von der Leyen, ihres Zeichens deutsche Familienministerin, hat beschlossen, zukünftig Seiten mit kinderpornografischen Inhalten sperren zu lassen. Das klingt zunächst einmal gut. Schließlich ist Kinderpornografie etwas, was auch der liberalste Freund der Sexualität nicht akzeptieren darf. Allerdings fände es manch einer besser, die Betreiber derartiger Seiten würden polizeilich verfolgt und die Seiten anschließend vom Netz genommen. Angesichts des weltweiten Internets kann das natürlich bisweilen schwierig werden. Von der Leyens Vorstoß sehen Kritiker als möglichen Beginn einer Internetzensur. Tatsächlich bereitet Ursula von der Leyen anscheinend bereits die nächsten Schritte vor. Weitere Sperrungen könnten folgen. Eine Diskussion will die Familienministerin zur Frage initiieren, wie sich Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet „im richtigen Maß“ halten lassen.

Tatsächlich sollte das Internet (Achtung: Meinungsäußerung) kein rechtsfreier Raum sein. Was eindeutig gegen geltendes Recht verstößt, muss geahndet werden, auch wenn es in der virtuellen Welt geschieht. Allerdings ist zumindest die Frage nicht unberechtigt, wer nun darüber entscheiden soll, was verboten und was erlaubt ist, und wie weit Eingriffe gehen sollen? Vielleicht wird es dann ja doch irgendwann auch wieder eine YouPorn-Sperre geben? Ein ungutes Gefühl bleibt in jedem Fall bei den ganzen Aktivitäten der Ministerin.

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Dieser Artikel wurde am 18. April 2009 um 13:11 Uhr von youporn in den Kategorien Allgemein veröffentlicht.

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